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Zeitpolster zu Gast in Wörgl

GF Gernot Jochum-Müller wurde nach Wörgl eingeladen, um Zeitpolster vor einem hochrangigen Publikum vorzustellen. Ein Rückblick.

Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 27.01.2018


BEZIRK KUFSTEIN

„Zeitpolster“ bringt Hilfe und Lebensqualität im Alter

In Wörgl wurde ein System präsentiert, das von Personen erbrachte Betreuungsleistungen in ein wieder abrufbares Zeitguthaben speicher

Nationalrat und Gemeinderat Christian Kovacevic, Referent Gernot Jochum-Müller, Ehrenamtskoordinatorin Christine Deutschmann und Komm!unity-Geschäftsführer Klaus Ritzer (v. l.) beim Vortrag.

© SpielbichlerNationalrat und Gemeinderat Christian Kovacevic, Referent Gernot Jochum-Müller, Ehrenamtskoordinatorin Christine Deutschmann und Komm!unity-Geschäftsführer Klaus Ritzer (v. l.) beim Vortrag.

Von Veronika Spielbichler

Wörgl – Die Idee ist einfach: jetzt ältere Menschen oder Familien mit Kindern mit Betreuungsleistungen unterstützen, die erbrachten Stunden als Zeitguthaben ansparen und damit dann im Alter selbst Hilfe in Anspruch nehmen. Wertgesichert, denn eine Stunde bleibt eine Stunde. Das bietet das Projekt Zeitpolster, das jetzt österreichweit startet und vor Kurzem in Wörgl vorgestellt wurde.

Was in Japan seit gut zwei Jahrzehnten erfolgreich funktioniert und Generationen verbindet, wurde vom Förderverein Zeitvorsorge mit Sitz in Dornbirn für die Umsetzung in Österreich gesetzeskonform angepasst. Federführend dabei war der Unternehmensberater und Organisationsentwickler Gernot Jochum-Müller, der seine jahrzehntelange Erfahrung als „social entrepreneur“ beim Aufbau des Talente-Tauschkreises, von Regionalwährungen und der Allmenda-Genossenschaft mit Aktivitäten vom Bau von Bürger-Solarkraftwerken bis hin zu Software-Entwicklung und Elektro-Mobilität einbrachte. Ganz nach dem Motto: Menschen aktivieren, Regionalwirtschaft und Solidarität stärken und dabei gemeinwohlorientiert und nachhaltig agieren.

Wörgls Sozialreferent Nationalrat Christian Kovacevic begrüßte viele im Sozialbereich tätige Interessierte bei der Zeitpolster-Präsentation im Wörgler Seniorenheim, die vom Verein Komm!unity mit Unterstützung von Wörgls Ehrenamtskoordinatorin Christine Deutschmann und des Unterguggenberger Institutes organisiert wurde.

Das Zeitpolster-Modell wurde angeregt diskutiert und hinterfragt, wobei Befürchtungen geäußert wurden, dass der Zeitguthaben-Anreiz eine Konkurrenz fürs Ehrenamt darstelle.

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