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Zeitpolster  - Verein für Zeitvorsorge

Bildgasse 10

6850 Dornbirn

Austria

 Helfen 

Worum geht es?

 

Die Zeitpolster-Organisation unterstützt freiwilliges Engagement und nachbarschaftliche Hilfe. Dieses Netzwerk gibt dem sozialen Handeln einen organisatorischen und strukturellen Rahmen. Im Fokus steht die eigene Vorsorge für das Alter oder Krankheitszeiten und das gemeinwohlorientierte, nachhaltige Geben und Nehmen. Ziel ist es, die Lebensqualität aller Beteiligten und deren Wertschätzung zu erhöhen und die zwischenmenschlichen Beziehungen in der Gesellschaft zu pflegen. Alle Helfer/-innen sind selbstorganisiert, freiwillig tätig und erhalten somit keine direkten Vorgaben, wie Leistungen erbracht werden sollen. 

Sie helfen älteren Menschen oder Familien mit verschiedensten einfachen Unterstützungsleistungen. Dafür erhalten Sie jetzt eine Zeitgutschrift, die Sie später einlösen können, wenn Sie selbst Betreuung benötigen. Die Stunde kostet acht Euro. Je Stunde fließt ein Anteil dessen auf ein Notfallkonto, das als Sicherstellung für die Zeitgutschriften dient. Sollte in Zukunft niemand gegen eine Zeitgutschrift aktiv werden wollen, können Betreuungsleistungen zugekauft werden. Als Gemeinde, Verein, Gruppe, Betrieb o. Ä. erhalten Sie von uns ein Handbuch und volle Unterstützung zur Umsetzung ihrer Zeitpolster-Gruppe.

Wer kann alles Helfer/-in werden?

 

Generell kann jede interessierte und motivierte Person Helfer/-in werden. Hierbei ist nicht entscheidend, ob diese Person eine Fachausbildung erlernt oder im Betreuungsbereich gearbeitet hat. Vielmehr sind die Erfahrungen mit Mitmenschen sowie die eigenen Talente und Fähigkeiten von Bedeutung.

Alle, die ungenutzte Zeitreserven haben, sich körperlich und geistig in der Lage fühlen, einen/eine Mitbürger/-in tatkräftig zu unterstützen und Freude am Umgang mit Menschen haben, sind jederzeit bei Zeitpolster herzlich willkommen. Jetzt registrieren.

 

Stunden, Bezahlung, Steuern und Pension

Alle Helfer/-innen werden unfallversichert. Wir empfehlen das zeitliche Engagement auf etwa fünf Stunden je Woche zu begrenzen. Selbstverständlich ist auch ein zeitintensiveres Engagement möglich. Klären Sie bitte selbstverantwortlich mit dem zuständigen Zeitpolsterteam ab, wie viele Stunden Sie im Monat leisten können.

Je nach Land und Einkommensart sind rechtliche Bedingungen zu beachten. Wir informieren Sie gerne im Detail dazu.

Wir achten auf transparente Regeln und setzen uns für die steuerfreie Behandlung der Stundengutschriften ein.

 

Welche Leistungsbereiche werden angeboten?

Sie interessieren sich für eine Teilnahme am Zeitpolster-Netzwerk und sind unsicher über die zu erledigenden Aufgaben? Hier können Sie sich über die  folgenden Tätigkeitsfelder informieren: 

 

  • Fahrdienste und Begleitung: Begleitung zu Arztterminen, auf den Friedhof oder zu Gottesdiensten, gemeinsames Einkaufen (oder die selbstständige Erledigung eines Einkaufs)

  • Administrative Hilfe: Unterstützung beim allgemeinen Brief- und Schriftverkehr, Hilfestellung bei der Ausfüllung von Formularen, Hilfe im Umgang mit dem PC

  • Hilfe bei der Hausarbeit: Bügeln, Waschen, das Beziehen von Betten, Müllentsorgung, gemeinsames Kochen/Essen
  • Freizeitaktivitäten: Ausflüge in die Natur, gemeinsames Spielen, Vorlesen oder Kaffee trinken, Besuch kultureller Veranstaltungen

  • Handwerkliche Hilfe: Kleine Gartenarbeiten, Schneeschaufeln, kleinere Reparaturen im Haus, Austausch von Glühbirnen 

  • Freiräume für pflegende Angehörige schaffen: Einen Nachmittag die Anwesenheit abdecken, einfach zuhören und regelmäßige Besuche abstatten 

  • Kinderbetreuung: Abends die Kinder ins Bett bringen, im Krankheitsfall eines Kindes die Eltern unterstützen 

Unterliegen die Leistungen bestimmten Qualitätskriterien?

 

Wir sind sehr bemüht, einen guten Qualitätsstandard für alle Beteiligten zu erreichen, wodurch wir auf Ihre Unterstützung und Verlässlichkeit angewiesen sind. Wir bitten Sie die folgenden Punkte zu beachten:

Klare Vereinbarungen

Sie als Helfer/-in handeln eigenverantwortlich. Über jede Anfrage entscheiden Sie selbst über Annahme oder Ablehnung. Werden Zusagen gemacht, so sind diese im Sinne des kooperativen Miteinanders einzuhalten. Ist die Einhaltung einmal nicht möglich, werden rechtzeitig alle Betroffenen informiert, so dass gemeinsam eine neue Lösung gefunden werden kann.

Persönliche Qualifikationen

Alle Helfer/-innen machen transparent, welche Qualifikationen und Erfahrungen sie in der Betreuungsarbeit vorweisen können. Wir unterstützen die Qualifizierung unserer Helfer/-innen. In vielen Situationen reicht aber bereits Lebenserfahrung und gute Nachbarschaft aus.

 

Vertraulichkeit

Alle Helfer/-innen halten sich an die übliche Verschwiegenheit und sichern so allen Leistungsbeziehenden einen geschützten und vertrauensvollen Rahmen zu.

Rechte und Pflichten der helfenden Person

 

Unterstützungspflicht

Unsere Mitglieder sind verpflichtet, unsere Anliegen zu unterstützen. Alle Helfer/-innen arbeiten freiwillig und gestalten sich die Einsätze nach ihrer Maßgabe und Möglichkeit.

Einhaltung der Leistungsvereinbarung

Unsere Helfer/-innen sind zudem verpflichtet, ihre getätigten Zusagen gegenüber den Leistungsbeziehenden einzuhalten oder alle Beteiligten zu informieren, sofern eine Einhaltung der Leistungserbringung nicht möglich ist.

 

Termingerechte Abgabe der Zeitdokumentation

Alle geleisteten Stunden (in der Zeitdokumentation erfasst) müssen von den helfenden Personen bis spätestens 8. des nächsten Monats beim zuständigen Team bzw. bei der Hauptgeschäftsstelle abgegeben werden.

Führerschein

Bietet ein/eine Helfer/-in eine Fahrdienstleistung an, so wird vorab aus Gründen der Sicherheitsgewährleistung eine Kopie des Führerscheins benötigt. Die Helfer/-innen stehen somit in der Pflicht, die Einziehung oder eine altersbedingte Abgabe des Führerscheins der Gruppe bzw. Hauptgeschäftsstelle unverzüglich mitzuteilen.

Recht auf Anfragenablehnung

Jede/r Helfer/-in hat das Recht auf die Ablehnung einer Anfrage. Dies sollte allerdings nicht zur Regel werden, sondern nur in Ausnahmefällen erfolgen. Eine solche Ablehnung muss allerdings zeitnah dem Anfragenden mitgeteilt und richtig kommuniziert werden. Helfer/-innen können sich jederzeit bei der Gruppe bzw. Hauptgeschäftsstelle melden und bekannt geben, dass Sie keine weiteren Aufgaben übernehmen können oder sich ruhend stellen lassen.

Führungszeugnis

Um den zu betreuenden Personen ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln, wird eine Strafregisterbescheinigung (früher Leumunds-, Führungs- oder Sittenzeugnis bzw. polizeiliches Führungszeugnis genannt) von jedem/r Helfer/-in benötigt. Dieses kann, unabhängig vom Hauptwohnsitz, bei jeder sachlich zuständigen Behörde während der Parteienverkehrszeit beantragt werden. Abgesehen von Online-Anträgen mittels Bürgerkarte (E-Signatur) muss eine einmalige Identifizierung der Person stattfinden, wodurch die Person persönlich entweder bei Antragstellung oder Abholung erscheinen muss. Für einen dieser Behördengänge kann eine Vertretung mittels Vollmacht an Dritte erfolgen. Auf Wunsch kann die Strafregisterbescheinigung, sofern der Antrag persönlich gestellt wurde, im Inland per RSa-Brief (eigenhändig) oder auf Verlangen der antragstellenden Person als normaler Brief zugesandt werden. Da wir ein Verein sind, verrechnet die Behörde nur eine geringe Gebühr. Sie erhalten von uns einen Vordruck .

Es sind folgende Unterlagen bei Beantragung erforderlich:

  • Amtlicher Lichtbildausweis (Identitätsnachweis, Nachweis der Staatsangehörigkeit/en z. B. Reisepass, Personalausweis)

  • Zum Nachweis früher geführter Namen: z. B.  Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Scheidungsurkunde, Adoptionsurkunde

  • Bei Antragstellung oder Abholung durch eine andere Person: Vollmacht (Vorlagen finden Sie hier)

Weitere Informationen für Österreich finden Sie hier

 

Versicherungsschutz und Notfallkonto

Alle Helfer/-innen sind unfallversichert. Gerne informieren wir Sie im Detail dazu. Sie erhalten monatlich einen Nachweis über die angesparten Stunden und den hinterlegten Eurowert.

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Mein persönlicher Nutzen, anderen Personen zu helfen

 

Ein freiwilliges Engagement bei Zeitpolster wirkt sich durch das Ansparen von Stunden positiv auf die Altersversorgung der jeweiligen helfenden Person aus. Das Wissen, jemandem geholfen und etwas Gutes getan zu haben, gibt ein gutes Gefühl.

 

Gebraucht zu werden und Teil eines sozialen Netzwerks zu sein, verstärkt das positive Lebensgefühl. Das kann in Geld nicht aufgewogen werden.

Durch das Zeitpolster wird eine Balance zwischen Geben und Nehmen geschaffen, wobei persönliches Engagement und das der Gruppe im Vordergrund steht. Das Zeitguthaben stellt eine gute, nicht-monetäre Versorgungsgrundlage für das Alter dar.

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Wie erfolgt der Abrechnungsprozess meiner Leistung?

Jede geleistete Stunde wird auf der Zeitdokumentation von der betreuten Person unterschrieben. Bis spätestens 8. des nächsten Monats wird diese Zeitdokumentation von der helfenden Person beim zuständigen Team bzw. der Regionalkoordination abgegeben. Die Helfer/-innen erhalten kein Geld für die erbrachten Leistungen, sondern eine Gutschrift der Stundenanzahl auf das individuelle Zeitkonto.

 

Das Zeitguthaben auf diesem Konto wird mit einem Eurowert gedeckt. Wenn beispielsweise in 10 Jahren zu wenig Helfer/-innen eine Leistung gegen Zeitgutschriften anbieten, kann zumindest eine solidarische Betreuungsleistung zugekauft werden. In diesem Fall stellt der/die Helfer/-in gemeinsam mit der Gruppe einen Antrag. Dieser wird vom Vereinsvorstand bzw. der Geschäftsführung geprüft.

Sollten Sie als Helfer/-in eines Tages nicht mehr aktiv sein, sondern Ihre gutgeschriebenen Stunden für Betreuung eintauschen wollen, so bleiben Sie selbstverständlich auch weiterhin Teil des Zeitpolster-Netzwerks. Auf Grund der weiterhin anfallenden Werbe-, Verwaltungs- und Organisationskosten wird jedem/jeder ehemaligen Helfer/-in ein Mitgliedsbeitrag von fünf Euro pro Monat verrechnet. So halten wir die Kosten für Sie gering. Das Netzwerk kann weiter bestehen bleiben und leistet so einen wichtigen Beitrag für Ihre Betreuung.

 

Die Rolle der Zeitpolster-Organisation

Die Zeitpolster-Organisation dient als Koordinations- und Schnittstelle zwischen helfender und zu betreuender Person. Diese Stelle verwaltet alle personenbezogene Daten, Qualifikationen etc. und organisiert den strukturellen Abwicklungs- und Rechnungsprozess der Leistungen. Diese Organisation sichert durch Kontrollmaßnahmen die Qualitätsstandards und nimmt Kritik, Verbesserungsvorschläge oder Neuerungen gerne an. Zudem bietet die Zeitpolster-Organisation interessierten und bereitwilligen Gemeinden, Vereinen, Gruppen etc. ein detailliertes Handbuch und den kompletten Service an.

Anleitung zur Registrierung

Sie möchten gerne Helfer/-in werden und ein Teil des Zeitpolster-Netzwerks sein? Die schnellste und einfachste Variante ist die Online-Registrierung, bei der Sie auch gleichzeitig einen Newsletter beantragen können.

Die sichere Speicherung personenbezogener Daten (z. B. im Zusammenhang mit dem Anmeldeformular) ist gewährleistet und wird nicht an Institutionen oder dritte Personen weitergegeben. Das Mitglied hat das Recht auf unentgeltliche Auskunft über die gespeicherten Daten sowie ein Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung, soweit dies gesetzlich möglich ist.

Nach getätigter Anmeldung erfolgt die persönliche Kontaktaufnahme durch die Hauptgeschäftsstelle oder, sofern bei Ihnen bereits eine Projektgruppe vor Ort vorhanden ist, durch ein Gruppenmitglied.