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Coronavirus gestrickt

Betreuung in Zeiten von Corona

Liebe Interessierte, Helfende und Betreute bei Zeitpolster,

in den kommenden Wochen werden nach und nach Betriebe, Schulen, Kindergärten und Sport- und Freizeitstätten wieder geöffnet werden. Mit diesem Schreiben wollen wir einen Überblick bieten, worauf es nun bei der Betreuung durch Zeitpolster ankommt.

Mit der Ankündigung der Lockerungen der Ausgangsverbote häufen sich bei Zeitpolster die Anfragen von älteren Menschen, die auf Betreuung warten. Sie haben in den letzten Wochen tapfer durchgehalten. Manchmal wird die Situation so eingeschätzt, dass nun alle Tagesabläufe bald wieder vollkommen „normal“ sein werden, was jedoch leider noch nicht der Fall ist.

Bei Betreuungen ist nach wie vor auf die inzwischen gut bekannten Regelungen zu achten:

  • Waschen Sie ihre Hände regelmäßig mit Seife mind. 30 Sekunden
  • Tragen Sie eine Mund-Nasen-Maske
  • Halten Sie Abstand von mindestens 1,5 – 2 m
  • Greifen Sie nicht mit den Händen ins Gesicht

Darüber hinaus versuchen wir hier anhand von Beispielen aus unseren Leistungsbereichen einen guten Umgang für konkrete Situationen, die uns bei Zeitpolster begegnen, zu empfehlen.

Fahrdienste und Begleitungen

Personen der Risikogruppe dürfen im eigenen PKW mitgenommen werden. Der/die Fahrer*in verwendet einen Mund-Nasenschutz.  Bitte achtet darauf, die Person nur mit bekleideten Händen (Handschuhe, Ärmel, der darüber gezogen wird) zu berühren. Desinfiziert bitte vor dem Einsteigen der betreuten Person die Türgriffe, Sicherheitsgurte, etc. Idealerweise sitzt die betreute Person hinten.

Begleitungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind derzeit keine gute Idee. Hier empfehlen wir ein Taxi zu rufen.

Frau H hatte bisher Hilfe beim Einkaufen und kleinen Erledigungen benötigt. Sie schützt sich und bleibt zuhause. Sie bereitet eine Liste der Besorgungen vor und richtet eine Einkaufstasche und steckt das Geld für den Einkauf in ein Kuvert oder in eine kleines Säckchen. Ihr Helfer Herr N übernimmt diese Einkaufstasche mit Einkaufszettel und Kuvert kontaktlos mit der nötigen Distanz im Flur. Nach erledigten Besorgungen stellt er alles wieder in den Flur, Frau H kontrolliert den Einkauf und das Wechselgeld im Kuvert. Mit ausreichendem Abstand plaudern beide noch ein paar Minuten. Herr N legt die Stundendokumentation auf den Tisch, entfernt sich wieder ein paar Schritte, damit Frau H die Stundendokumentation unterschreiben kann. Die Freundlichkeit ersetzt den Händedruck, der Abstand wird gewahrt.

Administrative Hilfe

Administrative Hilfe ist dann möglich, wenn der notwendige Abstand gewahrt werden kann. Bitte besprechen sie am Telefon schon vorab, dass Desinfektionsmittel benötigt wird, damit berührte Oberflächen anschließend gereinigt werden können. Bei der Unterschrift auf der Stundendokumentation wird auf gebührenden Abstand geachtet.

Hilfe in Haushalt und Garten

Frau B benötigt Hilfe im Haushalt. Sie öffnet der Helferin die Türe und setzt sich ins Wohnzimmer. Die Helferin setzt noch unter der Tür die Mund-Nasen-Maske auf. Den Ablauf haben beide telefonisch vereinbart, Desinfektionsmittel steht bereit. Die Helferin arbeitet mit Handschuhen. Während in der Küche und im Bad die gewaschenen Vorhänge aufgehängt und Boden gesaugt wird, bleibt Frau B im Wohnzimmer. Im Türrahmen stehend, geht sich auch ein angenehmes Gespräch aus. Frau B unterschreibt den Eintrag auf der Zeitdokumentationsliste am Tisch in der Küche, während im Wohnzimmer gesaugt wird. Die helfende Person trägt eine Mund-Nasen-Maske. Nach dem Einsatz, noch ein kurzer Austausch und Frau B freut sich, dass wieder alles in Ordnung ist.

Freizeitaktivitäten

Herr K will einen Spaziergang machen, ist aber zu unsicher. Er hat Begleitung von seiner Helferin, die mit ihm einen Spazierweg entlang geht. Mit entsprechendem Abstand, beide tragen Masken und haben sich einiges zu erzählen – denn der letzte Spaziergang ist nun ein paar Wochen her. Auch in dem Fall, kein Händeschütteln, kein am Arm führen, stattdessen mit Rollator, dessen Griffe desinfiziert wurden, weil die Helferin den Rollator über eine Schwelle heben musste. Doch der Austausch freut beide. Nächste Woche soll wieder ein Spaziergang stattfinden.

Personen, die noch nicht besucht werden dürfen, freuen sich vielleicht über einen Telefonanruf.

Handwerkliche Hilfe

Im Haushalt gibt es einige kleine Reparaturen durchzuführen. Diese wurden telefonisch vorbesprochen. Die Anweisung vor Ort geschieht mit gebührendem Abstand. Im Anschluss an die Durchführung der Arbeiten werden berührte Flächen desinfiziert.

Freiräume für pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige sind Spezialist*innen für ihre Angehörigen und werden genaue Anweisungen geben, damit die zu Betreuenden in ihrer Abwesenheit gut versorgt und sicher sind.

Kinderbetreuung

Dies ist sehr vom Alter der Kinder abhängig. Die Betreuung von Kleinkindern können wir derzeit nicht annehmen. Eine Struktur für Schüler*innen zur Verfügung zu stellen, damit die Hausübungen gemacht werden können, ist aber problemlos unter Wahrung der Abstände möglich.

Dieser Virus wird uns alle voraussichtlich noch lange begleiten. Irgendwann wird es Impfstoffe und Medikamente dagegen geben. Wir werden lernen mit dem Virus zu leben. Menschen, die einer Risikogruppen angehören, müssen noch längere Zeit mit Einschränkungen rechnen. Wir lassen sie nicht allein. Dabei gilt es einerseits den nötigen und wichtigen Schutz für alle Beteiligten sicherzustellen und andererseits den Lebensbedürfnissen ausreichend Raum und Aufmerksamkeit zu bieten. Die Gesundheit von allen steht an erster Stelle.

Herzlichen Dank, dass Sie dabei mithelfen.

1 Kommentar zu „Betreuung in Zeiten von Corona“

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