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Große Anerkennung für Zeitpolster: Gründer Gernot Jochum-Müller als EY-Preisträger 2026 ausgezeichnet

Ein großer Moment für Zeitpolster und seinen Gründer: Gernot Jochum-Müller wurde beim renommierten EY Entrepreneur Of The Year Award 2026 als Preisträger in der Kategorie „Social Entrepreneur“ ausgezeichnet. Eine bedeutende Anerkennung für acht Jahre intensive Aufbauarbeit, eine innovative gesellschaftliche Idee und den Mut, soziale Herausforderungen unternehmerisch zu lösen. Zugleich ist die Auszeichnung eine Würdigung des Engagements von tausenden Freiwilligen und der Menschen, die Zeitpolster zu einem wachsenden Betreuungs- und Vorsorgenetzwerk machen. Wir nehmen das Anlass uns genauer mit den beiden Perspektive des Sozialen und des Unternehmerischen zu beschäftigen. Denn das passt wirklich gut zusammen.

Am 16. Oktober 2026 wurden in der Wiener Hofburg herausragende Unternehmerpersönlichkeiten Österreichs ausgezeichnet. Unter ihnen war Gernot Jochum-Müller, der 2018 Zeitpolster gegründet hat und seither mit viel Ausdauer, unternehmerischem Weitblick und persönlichem Engagement an der Weiterentwicklung des Modells arbeitet.

Dass Zeitpolster heute zu den ausgezeichneten Sozialunternehmen Österreichs zählt, ist ein besonderer Meilenstein. Denn hinter dieser Entwicklung stehen nicht nur eine gute Idee, sondern auch jahrelange Aufbauarbeit, wirtschaftliche Herausforderungen, strategische Entscheidungen und vor allem viele Menschen, die sich gemeinsam für eine bessere Betreuung im Alltag einsetzen.

EY Entrepreneur Of The Year: Eine Auszeichnung mit internationalem Ansehen

Der EY Entrepreneur Of The Year gehört zu den weltweit renommiertesten Unternehmerauszeichnungen. Das Programm wird in rund 60 Ländern durchgeführt und würdigt Menschen, die mit unternehmerischer Leistung, Innovationskraft und Zukunftsorientierung überzeugen.

In der Kategorie „Social Entrepreneur“ steht eine besondere Form des Unternehmertums im Mittelpunkt: Gesellschaftliche Herausforderungen werden nicht nur aufgezeigt, sondern mit innovativen, langfristig tragfähigen Geschäftsmodellen angegangen. Dabei ist diese Kategorie eine österreichische, die nicht in allen Ländern vergeben wird.

Gernot Jochum-Müller wurde 2026 in dieser Kategorie als einer der Preisträger ausgezeichnet.

Für Zeitpolster ist das eine außergewöhnliche Anerkennung. Sie macht sichtbar, dass soziale Innovation ebenso viel unternehmerische Kompetenz, strategische Planung und wirtschaftliche Verantwortung erfordert wie ein klassisches Unternehmen.

Die Auszeichnung würdigt eine Idee, die gesellschaftliche Wirkung und unternehmerisches Handeln konsequent miteinander verbindet.

Zum offiziellen EY-Porträt von Gernot Jochum-Müller

Ein anspruchsvolles Auswahlverfahren – auch die wirtschaftliche Entwicklung zählt

Der Auszeichnung geht ein intensives Auswahlverfahren voraus. Dabei müssen die teilnehmenden Unternehmen nicht nur ihre unternehmerische Idee und gesellschaftliche Wirkung überzeugend darstellen. Auch Kennzahlen, die bisherige Entwicklung, das Wachstum und die Zukunftsperspektiven spielen eine wichtige Rolle.

Neben ausführlichen Bewerbungsunterlagen und einem persönlichen Interview werden die Unternehmen durch eine unabhängige Fachjury aus Unternehmer:innen bewertet.

Im Bewerbungsverfahren von Zeitpolster mussten auch die Bilanzen der vergangenen Jahre eingereicht werden. Das betraf die wirtschaftlichen Grundlagen des Unternehmens und des Vereins. Damit standen neben der sozialen Mission auch die finanzielle Entwicklung und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Organisation im Blickpunkt.

Gerade für ein Sozialunternehmen wie Zeitpolster ist diese umfassende Betrachtung von großer Bedeutung.

Denn es reicht nicht aus, eine gesellschaftlich wertvolle Idee zu haben. Zeitpolster muss auch nachweisen können, dass sich das Modell professionell organisieren, weiterentwickeln und langfristig finanzieren lässt.

Die Herausforderung besteht darin, mehrere Ziele gleichzeitig zu erreichen: möglichst vielen Menschen leistbare Betreuung anzubieten, eine große gesellschaftliche Wirkung zu erzielen, das Netzwerk kontinuierlich auszubauen und dabei Schritt für Schritt wirtschaftlich selbsttragend zu werden.

Die Anerkennung durch EY ist deshalb auch eine Würdigung der unternehmerischen Leistung, die hinter dem Aufbau und der Weiterentwicklung von Zeitpolster steht.

Sie ist zugleich ein wichtiges Signal an Gemeinden, Fördergeber, Unternehmen und andere Partner, die den Aufbau eines zukunftsfähigen Betreuungsnetzwerks unterstützen möchten.

Wie Zeitpolster eine gesellschaftliche Herausforderung löst

Die Idee hinter Zeitpolster entstand aus einer gesellschaftlichen Frage, die uns alle betrifft: Wie können Menschen auch in Zukunft möglichst lange selbstbestimmt zu Hause leben und im Alltag die Unterstützung erhalten, die sie benötigen?

Unsere Gesellschaft verändert sich. Menschen werden älter, Familien leben oft weit voneinander entfernt und viele Angehörige stehen vor der Herausforderung, Beruf, Familie und Betreuung miteinander zu vereinbaren.

Gleichzeitig benötigen viele Menschen keine professionelle Pflege, sondern Hilfe bei alltäglichen Aufgaben: eine Begleitung zum Arzt, Unterstützung beim Einkaufen, einen Fahrdienst oder einfach jemanden, der regelmäßig vorbeikommt und Zeit für ein Gespräch hat.

Genau hier setzt Zeitpolster an.

Das Prinzip ist einfach: Freiwillige unterstützen andere Menschen im Alltag und erhalten für ihre geleisteten Stunden eine Zeitgutschrift. Diese können sie später einsetzen, wenn sie selbst einmal Betreuung benötigen.

Wer heute hilft, sorgt damit auch für morgen vor. Eine Stunde bleibt eine Stunde.

Damit verbindet Zeitpolster freiwilliges Engagement mit einer zusätzlichen Form der persönlichen Altersvorsorge.

Menschen, die Unterstützung benötigen, bezahlen einen günstigen Solidaritätsbeitrag. In Österreich beträgt dieser derzeit 11 Euro pro Stunde. Gleichzeitig können Freiwillige durch ihr Engagement ein persönliches Zeitguthaben aufbauen.

Zeitpolster schafft damit nicht nur konkrete Hilfe im Alltag. Das Modell stärkt auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt, fördert die Eigeninitiative und ermöglicht neue Beziehungen zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen.

Mehr erfahren: So funktioniert Zeitpolster

Die Herausforderung: Soziale Wirkung, leistbare Betreuung und Selbstfinanzierung

Ein Sozialunternehmen steht vor besonderen Herausforderungen. Während bei klassischen Unternehmen meist wirtschaftliche Kennzahlen wie Umsatz und Gewinn im Mittelpunkt stehen, misst sich der Erfolg von Zeitpolster vor allem an seiner gesellschaftlichen Wirkung.

Wie viele Menschen erhalten Unterstützung? Wie viele Freiwillige engagieren sich? Welche Entlastung entsteht für Angehörige? Und wie trägt das Modell dazu bei, dass Menschen länger selbstständig leben können?

Gleichzeitig muss Zeitpolster wirtschaftlich tragfähig arbeiten.

Das bedeutet, drei Ziele miteinander in Einklang zu bringen:

  • Große gesellschaftliche Wirkung: Möglichst viele Menschen sollen von verlässlicher Unterstützung im Alltag profitieren.
  • Leistbare Betreuung: Der Solidaritätsbeitrag pro Stunde soll bewusst niedrig bleiben, damit Unterstützung für möglichst viele Menschen zugänglich ist.
  • Langfristige Selbstfinanzierung: Das Netzwerk soll sich mit zunehmender Größe immer stärker aus dem eigenen Modell finanzieren können.

Dieses Gleichgewicht zu schaffen, ist eine anspruchsvolle unternehmerische Aufgabe.

Denn auch freiwilliges Engagement benötigt professionelle Rahmenbedingungen. Helfende müssen gewonnen, eingeschult, begleitet und versichert werden. Betreuungsanfragen müssen organisiert, Zeitgutschriften verwaltet und regionale Teams unterstützt werden. Hinzu kommen die laufende Weiterentwicklung digitaler Systeme, Qualitätsstandards, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. All das verursacht Kosten.

Die Herausforderung besteht darin, diese Aufgaben mit möglichst schlanken Strukturen zu erfüllen und gleichzeitig das Netzwerk so weiterzuentwickeln, dass langfristig eine stabile Finanzierung möglich wird.

Dafür sind gerade in der Aufbauphase Förderungen, Spenden und Partnerschaften unverzichtbar. Sie ermöglichen den Start neuer Gruppen und die Entwicklung jener Strukturen, die später eine größere gesellschaftliche Wirkung und zunehmende wirtschaftliche Eigenständigkeit ermöglichen. Ein langer Atem und stabile Partnerschaften waren immer schon teil des Plans. Durch Corona hat sich die Zeitspanne nochmal um drei Jahre verlängert. Es ist wirklich wunderbar, wie sehr die Partner:innen Zeitpolster durch diese Zeit begleiten.

Das langfristige Ziel ist ein Betreuungs- und Vorsorgenetzwerk, das nicht dauerhaft von Förderungen abhängig ist, sondern mit seiner wachsenden Nutzung immer selbsttragender wird.

Genau darin liegt eine wesentliche unternehmerische Stärke des Zeitpolster-Modells: Gesellschaftliche Wirkung und wirtschaftliche Tragfähigkeit werden von Beginn an gemeinsam gedacht.

Die Freiwilligenteams sind das Rückgrat von Zeitpolster

So sehr sich die EY-Auszeichnung auf die unternehmerische Leistung des Gründers bezieht: Der Erfolg von Zeitpolster ist vor allem eine Gemeinschaftsleistung. Das eigentliche Rückgrat der Organisation sind die vielen ehrenamtlichen Organisationsteams und freiwilligen Helfenden in den Regionen. Sie sind es, die Zeitpolster vor Ort lebendig machen.

Die regionalen Organisationsteams nehmen Betreuungsanfragen entgegen, koordinieren die Einsätze, bringen Helfende und Menschen mit Unterstützungsbedarf zusammen und pflegen die Kontakte zu Gemeinden, sozialen Einrichtungen und anderen Partnern.

Sie organisieren Informationsveranstaltungen, gewinnen neue Freiwillige, unterstützen bestehende Helfende und sorgen dafür, dass das Netzwerk in der Region wächst.

Diese Arbeit verlangt Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit, Kommunikationsfähigkeit und viel persönliches Engagement.

Ohne die ehrenamtlichen Organisationsteams wäre der Aufbau eines so großen Betreuungsnetzwerks mit vergleichsweise wenigen hauptamtlichen Mitarbeitenden nicht möglich.

Auch die vielen freiwilligen Helfenden leisten einen unverzichtbaren Beitrag. Sie schenken nicht nur Zeit, sondern schaffen Vertrauen und persönliche Beziehungen.

In Österreich haben sich bereits mehr als 2.600 Freiwillige bei Zeitpolster engagiert. Insgesamt wurden über 110.000 Betreuungsstunden geleistet. Tausende Menschen haben dadurch Unterstützung im Alltag erhalten.

Hinter diesen Zahlen stehen unzählige persönliche Geschichten: Menschen, die wieder jemanden zum Reden haben. Angehörige, die dringend benötigte Freiräume gewinnen. Ältere Personen, die ihre Selbstständigkeit bewahren können. Und Freiwillige, die erleben, wie sinnvoll ihr Engagement ist.

Im Unternehmensvideo zur EY-Auszeichnung kommen auch Menschen zu Wort, die durch Zeitpolster Unterstützung erhalten. Besonders eindrücklich beschreibt eine betreute Person ihre Beziehung zu einer Helferin:

„Sie ist ganz einfach ein Lebensmensch für mich geworden.“

Dieser Satz bringt die gesellschaftliche Wirkung von Zeitpolster auf den Punkt. Es geht nicht allein um Betreuungsstunden. Es geht um Begegnung, Vertrauen, Gemeinschaft und Lebensqualität. Die EY-Auszeichnung gehört deshalb auch all jenen, die mit ihrem freiwilligen Engagement täglich dafür sorgen, dass die Idee von Zeitpolster Wirklichkeit wird.

Eine schlanke Organisation mit großer Wirkung

Ein weiterer Erfolgsfaktor von Zeitpolster ist die schlanke Organisationsstruktur.

Mit vergleichsweise wenigen hauptamtlichen Mitarbeitenden wird ein stetig wachsendes Netzwerk unterstützt und weiterentwickelt. Möglich wird dies durch eine klare Aufgabenteilung zwischen zentraler Organisation und regionalen Freiwilligenteams.

Die hauptamtlichen Mitarbeitenden konzentrieren sich auf jene Aufgaben, die zentral effizient und professionell umgesetzt werden können: Organisationsentwicklung, Finanzierung, digitale Infrastruktur, Qualitätssicherung, Schulungen, Kommunikation und die Unterstützung beim Aufbau neuer Gruppen.

Die ehrenamtlichen Teams übernehmen die Organisation vor Ort und gestalten das Netzwerk entsprechend den Bedürfnissen ihrer jeweiligen Gemeinde oder Region.

Dabei werden sie nicht allein gelassen. Zeitpolster stellt erprobte Abläufe, Handbücher, Schulungsangebote, digitale Werkzeuge und persönliche Unterstützung zur Verfügung.

Diese Verbindung aus professioneller Organisation und freiwilligem Engagement schafft eine besondere Stärke.

Die zentrale Struktur bleibt schlank, während vor Ort persönliche und verlässliche Beziehungen entstehen können.

So gelingt es Zeitpolster, mit begrenzten finanziellen Ressourcen eine große gesellschaftliche Wirkung zu entfalten.

Eine schlanke Organisation bedeutet dabei keineswegs, auf Professionalität zu verzichten. Im Gegenteil: Gerade weil so viele Menschen freiwillig mitarbeiten, sind gute Rahmenbedingungen, klare Prozesse und eine verlässliche Unterstützung besonders wichtig.

Warum Skalierung für die Zukunft von Zeitpolster entscheidend ist

Wachstum ist für Zeitpolster weit mehr als ein klassisches Unternehmensziel. Die Vergrößerung des Netzwerks ist entscheidend dafür, dass das Modell langfristig funktionieren und sein gesellschaftliches Potenzial entfalten kann. Denn wer heute Zeitgutschriften sammelt, möchte darauf vertrauen können, diese später auch tatsächlich für Betreuung einsetzen zu können. Dafür braucht es langfristig ein möglichst großes, stabiles und regional gut verankertes Netzwerk.

Je mehr Menschen sich beteiligen und je mehr Gemeinden und Regionen aktiv werden, desto größer werden die Möglichkeiten, Unterstützung anzubieten und Zeitgutschriften künftig einzulösen. Gleichzeitig können zentrale Leistungen, etwa die digitale Verwaltung, Schulungen oder die Entwicklung von Organisationsmaterialien, für immer mehr Gruppen genutzt werden. Dadurch entstehen Skaleneffekte: Die Kosten für zentrale Leistungen müssen nicht bei jeder neuen Gruppe in gleicher Höhe neu entstehen, sondern können auf ein wachsendes Netzwerk verteilt werden. Das verbessert langfristig auch die Voraussetzungen für die angestrebte Selbstfinanzierung.

Skalierung bedeutet für Zeitpolster deshalb nicht einfach nur Wachstum. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der sozialen Wirkung und der wirtschaftlichen Strategie.

Bereits bei der Entwicklung des Modells wurde darauf geachtet, dass es in unterschiedliche Gemeinden und Regionen übertragen werden kann. Heute ist Zeitpolster in zahlreichen Regionen Österreichs aktiv. Auch in Deutschland werden regionale Netzwerke aufgebaut und neue Zeitpolster-Vereine gegründet. Die Grundidee bleibt überall dieselbe: Menschen organisieren gegenseitige Unterstützung, sammeln Zeitgutschriften und stärken damit die persönliche Vorsorge und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Vision reicht aber weit darüber hinaus. Gernot Jochum-Müller beschreibt im Video zur EY-Auszeichnung eine Zukunft, in der ein Zeitkonto für die eigene Altersvorsorge ganz selbstverständlich zum Leben gehört – nicht nur in Österreich, sondern auch in anderen Ländern. Damit aus dieser Vision Realität werden kann, müssen die organisatorischen und wirtschaftlichen Grundlagen laufend weiterentwickelt werden. Die EY-Auszeichnung bestärkt Zeitpolster darin, diesen Weg konsequent fortzusetzen.

Unternehmen als Partner für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Die gesellschaftlichen Herausforderungen rund um Betreuung, demografischen Wandel und freiwilliges Engagement betreffen nicht nur Privatpersonen, Familien und Gemeinden. Auch Unternehmen sind zunehmend damit konfrontiert.

Viele Mitarbeitende übernehmen neben ihrem Beruf Betreuungsaufgaben für Kinder, Eltern oder andere Angehörige. Gleichzeitig suchen Betriebe nach sinnvollen Möglichkeiten, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, ihre Mitarbeitenden zu unterstützen und freiwilliges Engagement zu fördern.

Zeitpolster verbindet diese Anliegen und bietet Unternehmen verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Corporate Volunteering: Freiwilliges Engagement ermöglichen

Unternehmen können Mitarbeitende dabei unterstützen, sich bei Zeitpolster freiwillig zu engagieren. Die geleisteten Betreuungsstunden werden dokumentiert und als persönliche Zeitgutschriften gutgeschrieben. Die Mitarbeitenden werden Teil eines aktiven sozialen Netzwerks und können gleichzeitig für einen möglichen späteren eigenen Betreuungsbedarf vorsorgen. Für Unternehmen ist dies eine Möglichkeit, Corporate Volunteering mit einem langfristigen persönlichen Mehrwert für die Mitarbeitenden zu verbinden.

Betreuungsgutscheine für Mitarbeitende und Angehörige

Mit Zeitpolster-Gutscheinen können Unternehmen Mitarbeitende unterstützen, die im privaten Umfeld Betreuungsverantwortung übernehmen. Damit kann es gelingen, Hemmschwellen bei der Inanspruchnahme von Hilfe abzubauen, Angehörige zu entlasten und die Vereinbarkeit von Beruf und Betreuung zu verbessern. Die Unterstützung kommt den Mitarbeitenden unmittelbar zugute und kann gleichzeitig helfen, Belastungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Impulsbox zur Vorbereitung auf die Pension

Der Übergang in die Pension ist ein bedeutender Lebensabschnitt. Mit der Zeitpolster-Impulsbox erhalten Personalverantwortliche und Führungskräfte ein praxisnahes Werkzeug, um mit Mitarbeitenden über die Gestaltung der kommenden Lebensphase ins Gespräch zu kommen. Dabei geht es um Fragen nach neuen Aufgaben, sozialen Beziehungen, persönlichen Interessen und sinnvollen Formen des Engagements.

Sponsoring und Unterstützung beim Netzwerkaufbau

Unternehmen können Zeitpolster auch durch Spenden, Sponsoring oder Patenschaften unterstützen. Damit helfen sie beispielsweise beim Aufbau neuer regionaler Gruppen, bei der Gewinnung und Begleitung von Freiwilligen oder bei der Weiterentwicklung der organisatorischen Infrastruktur. Solche Partnerschaften schaffen einen konkreten gesellschaftlichen Mehrwert und unterstützen zugleich den langfristigen Ausbau eines innovativen Betreuungsmodells.

Die EY-Auszeichnung unterstreicht die besondere Qualität dieses Ansatzes: Zeitpolster verbindet gesellschaftliche Verantwortung mit unternehmerischem Denken und einer klaren Perspektive für die Zukunft.

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Eine Auszeichnung für das bisher Erreichte – und ein Auftrag für die Zukunft

Die Auszeichnung als EY-Preisträger 2026 ist für Gernot Jochum-Müller und Zeitpolster ein bedeutender Meilenstein. Sie würdigt den unternehmerischen Mut, eine gesellschaftliche Herausforderung auf neue Weise anzugehen. Sie anerkennt die intensive Entwicklungsarbeit, die notwendig war und weiterhin notwendig ist, um aus einer Idee ein wachsendes, professionell organisiertes Betreuungs- und Vorsorgenetzwerk zu machen. Vor allem aber rückt sie ein Modell ins Rampenlicht, das zeigt, welche Kraft in der Verbindung von freiwilligem Engagement, unternehmerischer Kompetenz und gesellschaftlicher Verantwortung liegt.

Für Zeitpolster ist die Anerkennung durch EY deshalb weit mehr als ein persönlicher Erfolg seines Gründers. Sie ist ein Grund zur Freude für alle Menschen, die in den vergangenen Jahren zum Aufbau beigetragen haben: die ehrenamtlichen Organisationsteams, die freiwilligen Helfenden, die Mitarbeitenden, die vielen Partner und Unterstützer sowie alle Menschen, die Zeitpolster ihr Vertrauen schenken.

Dieser Erfolg ist eine gemeinsame Leistung.

Gleichzeitig bleibt noch viel zu tun. Der Bedarf an Unterstützung im Alltag wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Neue regionale Netzwerke müssen aufgebaut, bestehende Gruppen gestärkt und zusätzliche Partnerschaften entwickelt werden. Das Ziel bleibt, Zeitpolster in immer mehr Regionen zu etablieren und möglichst vielen Menschen eine leistbare, persönliche und verlässliche Betreuung zu ermöglichen. Die Auszeichnung durch EY ist dafür eine wertvolle Bestätigung und zusätzliche Motivation.

Sie zeigt, dass soziale Innovation nicht im Widerspruch zu wirtschaftlicher Professionalität steht. Im Gegenteil: Erst das Zusammenspiel von gesellschaftlicher Wirkung, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und unternehmerischem Weitblick ermöglicht Lösungen, die langfristig bestehen können.

Zeitpolster zeigt, wie aus freiwilligem Engagement eine neue Form der Vorsorge entstehen kann – und wie aus einer überzeugenden Idee Schritt für Schritt eine gesellschaftliche Bewegung wird.


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